Exposys Sanscreenfür Microsoft Dynamics NAV

Exposys Sanscreen
für Microsoft Dynamics NAV

Comsol Exposys Sanscreen: optionale Sanktionslisten

Non Proliferation List

Als Datenquelle gilt die Consolidated Screening List

Iran-Embargo

Der Rat der Europäischen Union hat bereits am 26. Juli 2010 mit dem Beschluss 2010/413/GASP weitere Sanktionen gegen Iran beschlossen. Diese Umsetzung erfolgte durch die Verordnung (EU) Nr. 961/2010, die unmittelbar am 27.10.2010 in Kraft getreten ist.

Durch die Neuausrichtung der Embargomaßnahmen hat sich auch deren Anwendungsbereich erheblich erweitert. Viele Verbote und Genehmigungspflichten gelten im Zusammenhang mit Personen, Organisationen und Einrichtungen in Iran. 
Im Sinne der Verordnung bezeichnet dieser Ausdruck den iranischen Staat sowie jede Behörde dieses Staates, jede natürliche Person mit Aufenthaltsort oder Wohnsitz in Iran, jede juristische Person, Organisation oder Einrichtung mit Sitz in Iran sowie juristische Person, Organisation oder Einrichtung, die direkt oder indirekt von einer oder mehreren der vorgenannten Personen oder Einrichtungen kontrolliert wird. Insbesondere die letzte Gruppe muss sich nicht zwingend in Iran befinden.

Die Gelder und wirtschaftlichen Ressourcen der Personen, Organisationen und Einrichtungen, die in dieser Verordnung genannt sind, werden eingefroren. Diesen Personen dürfen weder Gelder noch sonstige Wirtschaftsressourcen zur Verfügung gestellt werden (so genanntes Bereitstellungsverbot).

Folgende Listen stehen im System zur Verfügung:

  • VERORDNUNG (EU) Nr. 359/2011 DES RATES vom 12. April 2011 über restriktive Maßnahmen gegen bestimmte Personen, Organisationen und Einrichtungen angesichts der Lage in Iran (Anhang I)
  • VERORDNUNG (EU) Nr. 961/2010 DES RATES vom 25. Oktober 2010 über restriktive Maßnahmen gegen Iran und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 423/2007 (Anhänge VIIund VIII)

Entity List

Herausgeber der Liste ist das Bureau of Industry an Security (BIS) des US Departments of Commerce. Die Liste enthält Firmen, die nach Auffassung der US-Behörden in Zusammenhang mit der Weiterverbreitung bzw. der Weitergabe von Massenvernichtungswaffen und ihren Trägersystemen gebracht werden können.

Debarred List

Herausgeber der Liste ist das Directorate of Defence Trade Controls (DDTC) des US Departments of State. Die Liste enthält Personen und Firmen, die durch ein amerikanisches Gericht wegen Verstößen gegen die International Traffic in Arms Regulations (ITAR) verurteilt wurden. Diesen Personen oder Firmen dürfen keine dem Arms Export Control Act (AECA) unterfallenden Rüstungsgüter oder damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen zur Verfügung gestellt werden.

Unverified List

Herausgeber der Liste ist das Bureau of Industry an Security (BIS) des US Departments of Commerce. Sie enthält Personen und Firmen im Ausland, die durch die US-Behörden nicht überprüft werden konnten. Die Listung eines (potentiellen) Geschäftspartners oder Kunden bedeutet für andere Lieferanten ein Warnsignal, eine sogenannte „Red Flag“. Der gelistete Geschäftspartner muss hinsichtlich möglicher Verletzungen der US-Exportbestimmungen hin überprüft werden. Im Zweifelsfall ist eine Klärung mit dem BIS erforderlich.